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  • AutorenbildRegula Sindemann

Führen und entwickeln Sie Ihr inneres Team bewusst. Gewinnen Sie Klarheit, Wirksamkeit und Freude.

Erkennen Sie, wie Sie Ihre verschiedenen Persönlichkeitsanteile konstruktiv miteinander ins Gespräch bringen. Lernen Sie alle Ihre Teammitglieder kennen und schätzen. Bauen Sie Ihr Team aus und sorgen Sie für einen guten Teamgeist. Wozu? Klarheit und Wirksamkeit und Freude! Denn: Ein Spitzenteam bringt so schnell nichts vom Ziel ab.


Das Modell des Inneren Teams von Schulz von Thun sieht den Menschen nicht als innerlich einheitliches Wesen, sondern identifiziert verschiedene, unterschiedliche Teile in der Gesamtpersönlichkeit, die für unterschiedliche Werthaltungen, Motive oder Ziele stehen. Die inneren Teilpersönlichkeiten sind wie in einem inneren Team organisiert. Dabei gibt es stärkere und schwächere, beliebte und unbeliebte Anteile, ja sogar die weggesperrten (dissoziierten), die meist im Hintergrund wirken (vgl. Schulz von Thun 1998).

„Der Mensch an sich ist mit sich selbst nicht ein Herz und eine Seele, die innere Pluralität ist der Normalfall…“ (Schulz von Thun 2012: 94). Und diese gilt es zu erkennen, zu steuern und zu nutzen – als Teamleiter.

Innere Wahrheit – äußere Klarheit! Harmonie nach innen – Wirksamkeit nach außen!

Ihr inneres Team können Sie aus unterschiedlichen Gründen zu einer Sitzung zusammenrufen (vgl. Schulz von Thun 2012: 94-98):

Zur inneren Selbstklärung: Insb. zu empfehlen bei Entscheidungen. Alle Teammitglieder werden in einer Art Ratsversammlung gehört. Zuletzt fällt das Oberhaupt dann eine Entscheidung und begründet diese in wertschätzender und motivierender Weise gegenüber den Mitgliedern auch.

Zur inneren Teamentwicklung: Sozusagen als Teambuilding, damit sich alle Teammitglieder kennen- und schätzen lernen und wissen, wo man sich Rat und Unterstützung holen kann und wem, was wichtig ist.

Zur inneren Aufstellung: Insb. zu empfehlen bei herausfordernden Situationen. Wer übernimmt am besten das Zepter? Wer agiert als back-up? Auf welchen Stärken basiert meine Strategie? Wo habe ich offene Flanken? Brauche ich Unterstützung durch weitere Teammitglieder ggf. von außen?

Konkret kann eine innere Teamsitzung zum Thema Selbstklärung wie folgt aussehen:

  1. Einladung durch die Teamchefin, die sicherstellt, dass alle anwesend sind.

  2. Vorstellung der zu fällenden Entscheidung durch die Teamchefin, bspw. „Ich werde mich in den nächsten 6 Monaten beruflich verändern.“ Ja oder nein?

  3. Freies Sammeln aller Wortmeldungen, bspw. „Du findest eh nichts Neues.“ „Wie sieht das auf dem Lebenslauf aus?“ „Klar. Das macht mir hier eh keinen Spaß.“ „Bisher war es immer gut, wenn ich mich etwas getraut hast.“ „Was wird meine Chefin sagen, wenn ich gehe? Sie braucht mich doch.“ „Ich kann viel mehr. Und will das zeigen.“

  4. Identifizieren der Teammitglieder durch Clustern der Wortmeldungen, bspw. Die Unsichere Die Unbeschwerte Die Mutige Die Helferin Die Selbstsichere

  5. Teamdiskussion: Dabei jedes Teammitglied zu Wort kommen lassen und ganz bewusst räumlich unterschiedliche Plätze einnehmen. Laute Ich-Botschaften formulieren. Die Teamchefin achtet darauf, dass alle zu Wort kommen und eine konstruktive Diskussion entsteht.

  6. Zusammenfassen der Wortmeldungen durch die Teamchefin

  7. Entscheidung durch Teamchefin

  8. Kommunikation und Begründung an alle Teammitglieder durch Teamchefin ggf. mit Verteilung von To dos, Zeitplan etc.

Nota bene: Gehen Sie mit der notwendigen Zeit und Ernsthaftigkeit in die Teamsitzung und befolgen Sie den Ablauf. Dann wird es ein konstruktives Meeting.

Das innere Team gesund zu führen, ist kein Hexenwerk – sondern ein erlernbares Handwerk. Je mehr Sie in das Teambuilding investieren, desto klarer und wirksamer werden Sie sein.

Viel Erfolg und Spaß dabei. Und falls Sie sich Unterstützung bei den ersten Meetings oder der Teamaufstellung wünschen, bin ich gerne für Sie da.

Autorin: Regula Sindemann, M.A., arbeitet kompetent und erfolgreich als Coach in beruflichen und persönlichen Kontexten. Entscheidungsfindung und innere Ehrlichkeit spielen hierbei oft eine Rolle. Das innere Team nach Schulz von Thun nutzt Sie gerne fundiert und zielgerichtet


Literatur:

Schulz von Thun, F. (1998). Miteinander reden: Psychologie der Kommunikation. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.

Schulz von Thun, F., Zach, K., & Zoller, K. (2012). Miteinander reden von A bis Z: Lexikon der Kommunikationspsychologie. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt-Taschenbuch-Verl.

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